AMATEUR RADIO TELEGRAPHY STATION



Über meine Antenne

Schon die " Altvorderen" wussten,  eine Antenne ist der beste HF-Verstärker. Das bedeutet  möglichst hoch, möglichst frei und nicht zu kurz, sollte eine Antenne sein. Oft ist zu hören: "Ich kann nicht Funken, ich kann keine Antenne aufbauen." In den seltensten Fällen, ist es wirklich so. Wo ein Wille ist, ist auch Antenne. Ein paar Meter Draht, als endgespeiste Lösung  in die Luft zu bringen,  ist fast immer möglich. Diese sollten möglichst nicht kürzer als Lambdaviertel auf dem längsten Band sein. Eine Länge von 22 - 38 m eignet sich als Allbandvariante sehr gut. Die Impedanz ist je nach Band mit einer induktiven bzw. kapazitiven Komponente belegt. Die sich mit Hilfe eines Tuners leicht wegstimmen läßt, so das eine Anpassung von SWR 1 erreicht werden kann und der Sender maximale  Leistung abgibt.

Die von mir gewählte Länge von 26m bedingt die günstigen Strom-Spannungsverhältnisse am Ende der Antenne auf allen Bändern. Siehe den link zur home page von OK1RR.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, DX geht nur mit 1 KW und Monsterantenne, hier der Gegenbeweis!

Als Abspannpunkt eignen sich Bäume, Straßsenlaternen, Zäune etc. Zur Abspannung wird Polyamidleine benutzt. Sie ist ausreichend fest und schwer sichtbar. Die Antenne selbst fertigt man aus Schaltlitze mit PVC - Isolation . Als Isolatoren benutzt man kleine Plast - Stücken ca. 5 mm breit und 40 mm lang mit je zwei Bohrungen 8 mm von den Enden. Um diese Antenne zu entdecken, muß man schon sehr genau hinsehen. Aber wer läuft schon mit  Blick noch oben durch die Welt, außer Funkamateure.  Ein Hauptaugenmerk  muss auf das Gegengewicht gelegt werden, wird oft vergessen.  Es trägt wesentlichen Anteil  am  Wirkungsgrad der Antenne. Je niedriger der Fußpunktwiderstand der Antenne, je besser muß das Gegengewicht sein !  Das Heizungssystem, die Wasserleitung, der Fundamenterder sind einzeln und zusammen sehr gut geeignet. Auf den Boden ausgelegte Drähte, Lambdaviertel für jedes Band, eignen sich auch. Ein gutes Gegengewicht soll möglichst induktivitätsarm sein. 

Eine gute Starkstromerde muß keine gute HF-Erde sein !

 
 

 

Oben ist der Aufbau einer endgespeisten Antenne mit ATU als Hochpass dargestellt. Diese Schaltung hat den Vorteil der Ableitung statischer Aufladungen. Galvanische Verbindung der Antenne nach Masse über die Spule L1. Der Drehko C1 muß in diesem Fall isoliert aufgebaut werden.


Zum Abstimmen meiner 26m endgespeisten Antenne benutze ich einen Remote-Antennentuner CG 3000, made in China. Das Gegengewicht ist die Stahlkonstruktion der Balkons über 5 Etagen, sehr großflächig und mit Verbindung zur Stahlarmierung und Erdpotential des Hauses. Die Befestigung erfolgte mit einer der fünf wichtigsten Erfindungen der Menscheit, Kabelbinder schwarz, hi !

Im Vergleich zum früher  benutzen SG 239 ist die Abstimmung feiner abgestuft.  Die Verwendung eines Remote-Tuners ist rein bequemer Natur und hat keinen technischen Hintergrund. Mit dem Eigenbautuner mußte ich bei Bandwechsel meinen gemütlichen "operator chair" verlassen und quer durch die Wohnung laufen um die Einstellung zu ändern. Diese "große körperliche Anstrengung" , wird jetzt durch Tastendruck erledigt.


endgespeiste Antenne, 26m lang 15 m hoch, ähnlich W3EDP

Anbau des Tuners am Balkon

Ansicht von gegenüber, gut erkannbar,  das Gegengewicht ( Stahlkonstruktion der Balkons, grau )

Ansicht im Nebel


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